 ##  [Risiko der Küstenüberschwemmung](/de/node/56960) 

 Definition

Die Wahrscheinlichkeit und die potenziellen Folgen von Meerwassereinbrüchen in Küstengebieten, verursacht durch Prozesse wie Sturmflut, extreme Gezeiten, Wellenüberlauf und Meeresspiegelanstieg, in Wechselwirkung mit örtlicher Exposition und Verwundbarkeit von Menschen, Vermögenswerten und Ökosystemen.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Küstenüberschwemmungsrisiko entsteht durch das Zusammenwirken von Gefahrenintensität und -häufigkeit (Flut, Gezeiten, Wellen, mittlerer Meeresspiegel), Exposition (Werte und Bevölkerung in betroffenen Zonen), Verwundbarkeit (Empfindlichkeit der Werte) und Anpassungskapazität (Schutz, Planung, Evakuierung).

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Ein schwerer Wintersturm erzeugt eine Sturmflut, die eine Deichanlage überspült und dahinterliegende Wohngebiete überflutet; in Verbindung mit hoher Tide und erhöhtem Grundwasserstand nehmen Flutungstiefe und -dauer zu und beeinträchtigen Trinkwasserversorgung.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Das Risiko mit der historischen Küstenlinie oder ausschließlich mit Erosion gleichzusetzen oder nur die Höhe der Sturmflut zu verwenden, ohne Exposition, Dauer und kombinierte Ereignisse (Gezeiten + Flut + Niederschlag) zu berücksichtigen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Eine korrekte Risikobewertung leitet Landnutzungsplanung, Infrastrukturdesign (Aufhöhen, Überschwemmungsschutz), Frühwarnsysteme und naturbasierte Maßnahmen, um Schäden zu verringern und adaptive Planung bei Meeresspiegelanstieg zu ermöglichen.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Wird der Ansatz umgekehrt—alle Küstenveränderungen als unvermeidlich ansehen und Risikoreduktion aufgeben—können Gemeinden ungeplanten Rückzug praktizieren oder wiederholt Verluste erleiden, wo Schutz oder Anpassung möglich gewesen wäre.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Bezieht sich auf meeresgetriebene Überflutungen von Küstenformen und bebauten Bereichen; schließt Binnenhochwasser durch Flüsse aus, außer wenn ästuarine oder Rückstau-Effekte Fluss- und Küstensysteme verbinden, und ist nicht gleichbedeutend mit Erosionsrisiko, das primär Landverlust betrifft.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Unterscheidet sich vom Risiko durch Küstenerosion oder Küstenverlagerung: Überschwemmungen betonen vorübergehende Überflutung und hydrodynamische Kräfte und deren Auswirkungen, während Erosion den allmählichen Rückgang der Küste und Sedimentbilanz betrifft.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Das Risiko Der Küstenüberschwemmung ist eine zusammengesetzte Bewertung von meeresbedingten Überflutungsgefahren sowie Exposition und Verwundbarkeit von Küstengemeinden und Ökosystemen zur Priorisierung von Schutz, Planung und Anpassungsmaßnahmen unter gegenwärtiger Variabilität und zukünftigem Meeresspiegelanstieg.