Definition
Der Prozess und die Produkte, die sturmflutbezogene Wasserstände oder Überflutungsflächen räumlich darstellen und zeigen, wo und wie hoch Küstenüberflutungen durch eine Sturmflut erwartet oder beobachtet werden.
Prinzip
Prinzip
Integration von hydrodynamischen Modellausgaben, topographischen und bathymetrischen Höhendaten und Wasserstandsschwellen bzw. Wiederkehrflächen, um räumliche Layer für Sturmfluthöhen und Überflutungstiefen zu erzeugen, bezogen auf ein gemeinsames Datum.
Demonstration
Demonstration
Eine GIS-Rasterkarte aus einem hochauflösenden hydrodynamischen Hindcast, die Zonen mit 0–1 m, 1–2 m und >2 m Sturmfluttiefe auf einer Küstenebene für einen bestimmten Sturm abgrenzt, mit überlagerten Symbolen kritischer Infrastruktur.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die Veröffentlichung einer einzigen statischen Sturmflutkarte ohne Angabe von Unsicherheitsbereichen, zeitlicher Phase (z. B. Spitze vs. Dauer) oder des verwendeten Datums, wodurch Einsatzplaner Evakuierungsrouten falsch einschätzen.
Konsequenz
Konsequenz
Gut erstellte Sturmflutkarten informieren Evakuierungszonen, Flächennutzungsregelungen, Ingenieursplanung und Schadensbewertungen nach Ereignissen, indem sie Modell‑ oder Beobachtungskennwerte in räumliche Entscheidungen übersetzen.
Umkehrung
Umkehrung
Ein umgekehrtes Kartierungsprodukt würde Gebiete darstellen, die unter derselben Belastung garantiert trocken bleiben (sturmflutfreie Zufluchtsräume), und den Fokus von Exposition auf sicherheitsrelevante Rückzugsorte verlagern.
Abgrenzung
Abgrenzung
Bezieht sich auf die räumliche Darstellung sturmgetriebener Überflutungen zu angegebenen Zeiten oder Wiederkehrperioden; schließt umfassende Gefahrenkarten aus, die Fluss‑, Oberflächenwasser‑ oder langfristigen Küstenrückgang ohne explizite Kombination vermischen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Es besteht Spannung zwischen prädiktiven, modellbasierten Karten und beobachtungsbasierten Überflutungskarten; Anwender neigen dazu, deterministische Konturen trotz Modell‑ und Eingabedatenunsicherheit als exakte Grenzen zu behandeln.
Synthese
Synthese
Sturmflutkartierung wandelt hydrodynamische und Höheninformationen in räumlich explizite Layer von Sturmfluthöhe und Überflutungsumfang um, an ein Datum und eine Unsicherheitsbeschreibung gebunden, damit Akteure planen, warnen und entwerfen können.