Definition
Die Rate oder Tiefe von Wasser, die unter vorausgesetzter unbegrenzter Bodenfeuchte von einer definierten bewachsenen Fläche verdunsten und transpirieren würde; ein Index der atmosphärischen Wasseranforderung und nicht des tatsächlich verdampften Wassers.
Prinzip
Prinzip
Atmosphärische Energiezufuhr und Dampfdruckdefizit bestimmen die maximale Verdunstungsnachfrage; die potenzielle Evapotranspiration (PET) fasst diese Nachfrage anhand von Strahlung, Temperatur, Luftfeuchte und Wind zusammen.
Demonstration
Demonstration
Berechnung der jährlichen PET für eine gut bewässerte Grasreferenzfläche mit der Penman-Monteith-Gleichung zur Steuerung der Bewässerung oder zur Ermittlung langfristiger Trockenheitsindizes für regionale Klimaklassifikationen.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die PET als tatsächliche Evapotranspiration in trockenen Böden oder spärlich bewachsenen Flächen zu verwenden führt zu einer Überschätzung des Wasserverlusts und einer Unterschätzung der Bodenfeuchte und des Abflusses.
Konsequenz
Konsequenz
Richtig angewendet liefert PET eine konsistente Messgröße zum Vergleich der atmosphärischen Verdunstungsnachfrage zwischen Orten und Zeiten und unterstützt die Wasserressourcenplanung sowie die Trockenheitsbewertung.
Umkehrung
Umkehrung
Die Umkehrung von PET ergibt einen Index der atmosphärischen Förderlichkeit für Kondensation oder Speicherung (d. h. sehr geringe PET deutet auf Bedingungen hin, die die Feuchteretention begünstigen).
Abgrenzung
Abgrenzung
PET gilt für eine definierte Referenzfläche oder Vegetationsart und setzt keine Bodenfeuchtebeschränkung voraus; sie schließt durch Stress veränderte Transpiration und Grundwasserbeiträge zur tatsächlichen Evapotranspiration aus.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Unterscheidet sich von tatsächlicher Evapotranspiration (AET): PET ist ein meteorologisches Nachfragekonzept, AET ist der realisierte Fluss, der durch Wasserverfügbarkeit und biologische Reaktion begrenzt wird.
Synthese
Synthese
Potenzielle Evapotranspiration ist ein meteorologischer Index der maximal möglichen Wasserabgabe von einer gut bewässerten Referenzfläche, gesteuert durch atmosphärische Bedingungen und ohne Berücksichtigung von Bodenwasserbegrenzungen.